Indikation:
1. Schneller Überblick für neue Fachpersonen
- Wer ist am Behandlungsnetz beteiligt?
- Wie ist der aktuelle Behandlungsstatus?
- Welche Ziele und Massnahmen wurden bereits festgelegt?
2. Gemeinsamer Informationsstand
- Alle Leistungserbringer erhalten dieselben relevanten Informationen.
- Innformationslücken werden reduziert.
- Entscheidungen werden nachvollziehbarer.
3. Abgestimmte Behandlungsziele
- Unterschiedliche Fachperspektiven werden zusammengeführt.
- Widersprüchliche Ziele werden vermieden.
- Die Behandlung wird für Patientinnen verständlicher und kohärenter.
4. Bessere Einbindung aller Beteiligten
- Leistungserbringer werden rechtzeitig informiert.
- Wichtige Entscheidungen erfolgen nicht isoliert.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird aktiv gesteuert.
5. Klare Verantwortung
- Zuständigkeiten werden sichtbar gemacht.
- Offene Fragen werden benannt.
- Nächste Schritte werden verbindlich festgehalten.
6. Ganzheitlicher Blick auf Patientinnen
- Der Mensch wird bio-psycho-sozial verstanden.
- Körperliche, psychische und soziale Faktoren werden gemeinsam betrachtet.
- Der Patient ist nicht nur „Summe einzelner Fachbereiche“.
7. Weniger Dokumentationsverlust
- Umfangreiche Berichte werden oft nicht vollständig gelesen.
- Fallmoderation erstellt kurze, verständliche Statusübersichten.
- Relevante Informationen werden auf den Punkt gebracht.
8. Nutzen der Fallmoderation
- Mehr Übersicht
- Weniger Doppelspurigkeiten
- Weniger Missverständnisse
- Bessere Abstimmungen
- Wirksamere Versorgung
25–40 % der Patientinnen und Patienten sind gleichzeitig bei mindestens drei verschiedenen Gesundheitsfachpersonen in Behandlung (z. B. Hausarzt, Facharzt, Physiotherapie, Psychotherapie, Spitex usw.).
Quelle: Berner Fachhochschule 2026